Wahlprogramm – Präambel

Schwarzer Schriftzug auf weißer Wand in Form eines mit Schablone aufgetragenen Graffito: "WER WILL DASS DIE WELT SO BLEIBT WIE SIE IST DER WILL NICHT DASS SIE BLEIBT"!
Foto: feinschliff

Eine Präambel oder, weniger vornehm ausgedrückt, das Vorwort, soll die Grundhaltung unseres Wahlprogrammes kompakt zusammen fassen, wovon wir uns leiten lassen, was unsere Grundwerte sind. Was sind die übergeordneten Ziele unserer Politik? Das ganze Wahlprogramm, auch in einfacher Sprache, auch zum Download findet ihr hier.

Lesen wir mal abschnittsweise rein:

In der Region Hannover leben über 1,2 Millionen Menschen. Sie arbeiten, lernen, engagieren sich und halten unsere Region Tag für Tag am Laufen. Weil Demokratie vom Mitmachen, von Vielfalt und von der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen lebt, wollen wir mit Ihnen und Euch unsere Region auch in den nächsten Jahren gemeinsam gestalten.

Was ich in persönlichen Gesprächen immer wieder feststelle: viele Menschen, die hier in der Region, und zu der gehört auch die Landeshauptstadt Hannover, leben, wissen gar nicht, wie groß das Gebiet ist und wie viele Menschen hier leben. Beide Zahlen entsprechen etwa denen des Saarlandes! Ich bin mir der Verantwortung, die im Falle meiner Wahl damit einher geht, sehr bewusst.


Nie waren die Herausforderungen größer: die Klimakrise, das Artensterben, soziale Ungleichheit, Fluchtbewegungen und neue globale Konflikte – fordern entschlossenes Handeln auf allen politischen Ebenen. Dass die Region Hannover dazu in der Lage ist, haben wir in den vergangenen fünf Jahren bewiesen. Unter GRÜNER Verantwortung haben wir den öffentlichen Nahverkehr ausgebaut, den Sprinti etabliert, Klimaschutz und den Ausbau der erneuerbaren Energien entscheidend vorangebracht, den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen verbessert sowie soziale Teilhabe gestärkt. Wir haben bewiesen: Fortschritt in schwierigen Zeiten funktioniert, wenn man ihn entschlossen, sozial gerecht und gemeinsam angeht.

Ich verstehe grüne Politik immer im aktuellen Kontext. Und dabei ist in der Analyse nicht nur die Region Hannover zu betrachten, denn globale Krisen wirken ja bis in unser eigenes Leben hinein. Eine gute Politik erfordert eine umsichtige Analyse und die Entwicklung kluger Ideen. In der jetzt zuende gehenden Wahlperiode haben wir Manches erreicht, in Koalitionen lässt sich naturgemäß nicht alles durchsetzen, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen, finde ich. Die Welt und die Region entwickeln sich weiter und selbst wenn wir beispielsweise sofort und weltweit den CO2-Ausstoß beenden könnten, wird die Klimakrise sich noch einige Zeit weiter verschärfen. Daher wollen wir den eingeschlagenen Weg noch konsequenter fortsetzen.


Als GRÜNE übernehmen wir Verantwortung. Wir gestalten Politik nicht mit Blick auf den nächsten Tag, sondern mit Blick auf kommende Generationen. Für uns bedeutet Politik, Probleme anzugehen, statt sie zu vertagen. Wir verwalten nicht, sondern entwickeln Lösungen. Veränderungen gestalten wir sozial gerecht. Wir hören zu, entscheiden klar und halten Kurs.

Das ist für mich die Kernaussage unseres Programms. Ein Vorwurf an die Politik lautet oft: „Ihr drückt euch vor großen Entscheidungen, die erst in einigen Jahren oder gar Jahrzehnten eine positive Wirkung entfalten, weil ihr ja wieder gewählt werden wollt.“ Leider oft zu Recht. Daher sei das hier ausdrücklich betont, dass grüne Politik weiter denken will und auch muss. Je länger wir uns vor den Aufgaben drücken, um so größer werden sie.


In den kommenden Jahren wollen wir die Region Hannover weiter zu einem Ort machen, an dem Klimaschutz, Naturschutz, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Stärke zusammengehören. Wo bezahlbare Mobilität, eine starke Gesundheitsversorgung und verlässliche Angebote überall erreichbar sind – in der Stadt genauso wie im Umland. Wo innovative Ideen entstehen, Arbeitsplätze geschaffen werden und Wohlstand erneuert wird, ohne unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu zerstören. Zu einem Ort, wo Teilhabe, Vielfalt und Demokratie im Alltag spürbar sind. Wo ausreichend Räume für Begegnung, Kultur und Sport vorhanden sind. Wo Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen beteiligt werden. Wo Zusammenhalt entsteht. Wo Vielfalt kein Risiko, sondern eine Stärke ist und wo Integration echte Teilhabe ermöglicht.

Und dies ist die Kurzzusammenfassung. In den nächsten Blogbeiträgen werfe ich einen genaueren Blick auf die 9 Kapitel.


Unsere Vision ist eine Region, die niemanden zurücklässt: offen, sicher und inklusiv – unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht, Religion, sexueller Identität oder Lebensform. Eine Region, in der Menschen gut leben, arbeiten und füreinander einstehen können.

Dafür treten wir an. Dafür übernehmen wir Verantwortung.
Und dafür bitten wir um Ihr Vertrauen.

JAN KRUSE
JAN KRUSE

Kandidat für die Regionsversammlung Hannover

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